Das mit der Reihenfolge finde ich gar nicht so abwegig, Wisdom. Für mich hängt’s davon ab, was gerade das Ziel ist: Wenn ich wirklich runterfahren will, hilft mir die vertraute Reihenfolge von Kopf bis Fuß. Dann muss ich nicht überlegen, was als Nächstes kommt. Wenn ich dagegen merke, dass ich nur noch innerlich die Checkliste abarbeite, sind Sprünge super – quasi ein kleiner Überraschungsangriff auf den Autopiloten 😄
Bei meinen „Wackelstellen“ hilft meistens nicht mehr Druck, sondern weniger. Ich bleibe dort vielleicht einen Atemzug länger, benenne ganz nüchtern: „Da ist Unruhe“ oder „Da ist gerade wenig spürbar“ – und ziehe dann weiter. Gerade dieses „wenig spüren“ ist ja auch eine Wahrnehmung und kein Fehler. Wenn ich versuche, unbedingt etwas Besonderes zu entdecken, lande ich ziemlich zuverlässig bei der Einkaufsliste.
Den Ansatz mit den Emotionen finde ich spannend, esketit. Ich wäre nur vorsichtig damit, jedes Ziehen gleich als versteckte Botschaft des Körpers zu deuten. Manchmal ist ein Bauchgefühl interessant, manchmal ist der Bauch einfach… Bauch. Für mich funktioniert eher die offene Frage: „Was ist jetzt gerade da?“, ohne sofort eine Erklärung dafür finden zu müssen. Das nimmt etwas von diesem inneren Detektivstress raus.
Und morgens im Bett ist natürlich die Königsdisziplin zwischen Achtsamkeit und Einschlaf-Any%-Run. Ich nutze den Bodyscan deshalb gern in zwei Varianten: liegend zum Entspannen und sitzend, wenn ich wacher bleiben möchte. Macht ihr einen Unterschied zwischen „ich will einschlafen“ und „ich will bewusst präsent sein“ – oder ist das bei euch dieselbe Übung?